Gutenberg und die Gretchenfrage – inklusive Checkliste

Johannes Gutenberg - Bild von Manuel Schäfer auf Pixabay

Wie hältst du es mit dem Update auf Gutenberg? Hast du die Installation der neuesten WordPress-Version bereits ohne Probleme erledigt? Prima, dann kannst du jetzt aufhören zu lesen. Für alle anderen habe ich mal meine Erfahrungen zusammengetragen:

Update jetzt – ja oder nein

Eine tolle Nachricht vorab: Wenn du dich noch nicht traust, kannst du noch eine Weile bei WordPress 4.9.9 bleiben. Hier wird es längere Zeit die nötigen Sicherheits-Updates geben. Irgendwann wirst du aber umstellen müssen, denn Gutenberg geht nicht mehr weg. Wenn du dich entschieden hast, das Update durchzuführen, solltest du auf diese Punkte achten.

Meine Checkliste für ein stressfreies Update:

  1. Alle verwendeten Plugins darauf prüfen, ob sie mit Gutenberg arbeiten können. Bei nicht kostenpflichtigen Komponenten hilft das WordPress-Repository weiter. Die hier gelisteten Plugins sind darauf überprüft, ob sie bereits mit Gutenberg-Blöcken arbeiten.
  2. Das Theme ebenfalls prüfen. Auch hier hilft das Verzeichnis weiter. Hast du dein Theme gekauft, solltest du bei der Entwicklerin oder dem Entwickler nachfragen, ob es für Gutenberg geeignet ist oder wenigstens eine Anpassung geplant ist.
  3. Ein komplettes Backup – WordPress-Dateien und Datenbank – machen. Und zwar, bevor du an die Updates gehst.
  4. Gutenberg ist kein Problem, weder für dein Theme noch für deine Plugins? Dann kannst du die neueste WordPress-Version installieren. Gutenberg ist ein Problem, dann installierst du dir den „Classic Editor“. Logo Classic Editor Den findest du ganz einfach, wenn du auf „Plugins -> installieren“ gehst. Am besten richtest du es ein, bevor du das WordPress-Update machst. Dann machst du zunächst alle Updates, die dir für Plugins und Theme angezeigt werden – erst dann folgt das Update auf WordPress 5.x.

Achtung:  „Multilingual-Press 2“ für Sprachversionen in Multisites ist nicht kompatibel mit Gutenberg. Leider gibt es das Update auf Version 3 nur in der kostenpflichtigen Pro-Version. Wer dieses Plugin nutzt, muss unbedingt den „Classic Editor“ netzwerkweit aktivieren oder umsteigen auf den „Multisite Language Switcher“

Herzlichen Glückwunsch, nun kannst du entweder wie gehabt weiterarbeiten oder du arbeitest ab jetzt mit Gutenberg. Da aller Anfang bekanntlich schwer ist, kann ich die Gutenberg-Fibel meiner WordPress-Kollegin Jessica Lyschik empfehlen. 

Gut zu wissen: Der „Classic Editor“ bietet in den Einstellungen die Möglichkeit, beide Varianten zu nutzen – du kannst also auch weiterhin mit dem klassischen Editor arbeiten. Vor allem für alte Blog-Beiträge ist es hilfreich. Gutenberg selbst bietet aber auch die Möglichkeit der klassischen Ansicht: Dann wird dir der gesamte Inhalt in einem einzigen Block angezeigt. Allerdings kannst du deinen Beitrag dann nur eingeschränkt bearbeiten. Dann bleibst du besser beim klassichen Editor.

Was tun, wenn das Theme nicht mitmacht?

Wenn dein Theme nicht mehr mitspielen will, brauchst du möglicherweise ein neues. Schon jetzt findest du geeignete Themes, wenn du im WordPress-Repository den Filter auf „Block-Editor-Stile“ setzt – sicher werden hier noch viele Angebote folgen. Nach meiner bisherigen Erfahrung sind aber alle Standard-Themes von WordPress für den Einsatz von Gutenberg geeignet. Am besten schaust du also vor der Installation in die Beschreibung deines Wunsch-Themes!

Obacht bei Page-Buildern

Aufpassen musst du aber manchmal bei Themes, die eine Page-Builder enthalten. Selbst getestet habe ich bereits die neuesten Versionen von „Enfold“ und „Divi“ – sie sind optimiert für Gutenberg. Nach meinen Recherchen können auch die Page-Builder „Elementor“, „WP-Bakery“ und der „Beaver-Builder“ in den aktuellen Versionen mit dem neuen Editor umgehen

Letztlich liegt die Entscheidung bei dir: Gutenberg – ja oder nein? Auf deine Erfahrungen bin ich sehr gespannt. Schreib mir deine Meinung in die Kommentare.

Bild von Manuel Schäfer auf Pixabay