Die Kunst der Fuge und was das mit meinem Lieblingsjob zu tun hat.

Nein, über Musik schreibe ich hier nicht. Aber wenn ich mal wieder ein neues Template erstelle, fällt mir immer Bach ein und wie er mit Tönen umging. Als Webentwicklerin nutze ich natürlich keine Töne sondern Quellcode (manchmal durchaus Quälcode). Aber auch hier wird meine Kreativität stark beschränkt durch die vorhandenen Rahmenbedingen:

  • zickige Browser, die nicht so wollen wie ich will,
  • Webstandards, die ich möglichst einhalten will/sollte,
  • einfache Nutzbarkeit auf Seiten der User
  • und natürlich die Vorgaben eines Kundendesigns, das sich vor allem an der Optik orientiert.

Noten und Kreativität - die Kunst der Fuge Warum ich das liebe? Es ist die tollste Herausforderung in meinem Berufsleben. Das ist mir so richtig bewusst geworden als Annette Lindstädt zu ihrer Blogparade aufgerufen hat. Spät dran bin ich, denn die Worte fließen mir nicht so einfach aus der Feder. Ganz anders, wenn ich komplexe Layouts für die verschiedenen Browser in möglichst einfachen CSS-Code umsetze.

Was ist so toll an diesem Fummelskram?

Ich bin halt stur und gebe mich nicht mit dem einfachen Quadratisch-Praktisch-Gut-Layout zufrieden. Ich reize gern alle Möglichkeiten aus, die diese Stilsprache mir bietet. Rahmen sprengen oder Grenzen überschreiten ist meine Hauptmotivatation dabei. Auch wenn ich selten Neues erfinde – denn es gibt viele mit der gleichen Profession – macht es mir großen Spaß, die vielfältigen verfügbaren Beispiele für meine spezielle Aufgabenstellung umzustricken, anzupassen und im besten Fall zu vereinfachen.

Langeweile? nö

Die Herausforderungen sind dabei so vielfältig, dass mir bisher nie langweilig wurde. Jedes Layout hat neue Feinheiten, die mich ganz fordern und meine Kreativität zu Höchstleistungen treiben. Kreativität in der Beschränkung: Das ist die Gemeinsamkeit mit der Kunst der Fuge. So meisterlich wie Bach bin ich dabei nicht, das maße ich mir nicht an. Aber das Ergebnis kann sich immer sehen lassen. Es freut zunächst meine Kunden, deren Layout ich möglichst genau umsetze. Es freut aber auch mich, wenn nach langem Tüfteln in allen wichtigen Browsern meine Umsetzung so funktioniert, dass

  • die Optik stimmt
  • und die Usability nicht auf der Strecke bleibt.

Das meiste spielt sich „unter der Haube“ ab. Aber genau das fasziniert mich! Eine Webseite, die schön aussieht und zwar auf vielen Plattformen. Große Bildschirme sollen ebenso davon profitieren wie hochauflösende Tablet-Screens und nicht zuletzt sollen auch Smartphone-Nutzer eine ansprechende Präsentation der Inhalte genießen dürfen.

Weniger ist mehr

Das alles sehen die Nutzer nicht auf den ersten Blick. Es ist aber zu spüren, wenn Webinhalte sowohl am Schreibtisch als auch unterwegs auf dem Phone lesbar und nutzbar sind. Dann bin ich zufrieden mit meiner Arbeit. Und besonders stolz bin ich, wenn ich selbst aufwändige Stilangaben im CSS-Code auf ein Minimum reduzieren konnte.

Echter Lieblingsjob

Ja, ich liebe diesen Job. Denn er fordert von mir alle Talente, die ich habe:

  • Kreativität,
  • Detailverliebheit,
  • ein waches Auge,
  • den ordnenden Geist,
  • und vor allem das Interesse an immer neuen und gerne verrückten Lösungen.

Kein anderer Job konnte das in meinem vorherigen Berufsleben so gut erfüllen. Ich bin mir ganz sicher: Mit diesem Job gehe ich in Rente :-).

Bildquelle: pixabay

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